Themenfindung leichtgemacht

Content-Ideen finden? Diese 9 Tipps helfen garantiert!

Frau, die ihre Content-Ideen auf Post-its schreibt.
Ihre Content-Ideen können Sie auf Post-its notieren. Sammeln Sie zunächst und bewerten Sie sie erst im zweiten Schritt. Foto: Depositphotos.com

Sie haben mal wieder keine Ahnung, was Sie auf Instagram und LinkedIn posten könnten? Ihnen fehlen zündende Themen für Ihre Kundenzeitung oder Ihren Corporate Blog? Ich zeige Ihnen, wie Sie stetig neue Content-Ideen finden – mit meinen in der Praxis erprobten Tipps.

Ob Sie regelmäßig auf Social Media posten, einen Blog betreiben oder vielleicht auch ein Kundenmagazin herausbringen: Es kann eine Herausforderung sein, regelmäßig Content-Ideen für die eigene Zielgruppe zu generieren. Damit die Ideen nur so sprudeln, brauchen Sie keine vorgefertigten Listen mit X Content-Ideen zum Download, die so generisch sind, dass Sie sie sowieso nie umsetzen. Stattdessen genügt eine überschaubare Anzahl an Methoden, die Sie immer wieder anwenden können und die ich Ihnen im Folgenden vorstelle.

Tipp #1: Content-Ideen aus der Aktualität gewinnen

Termine sind oft sehr dankbar. Sie sind so etwas wie fixe Ankerpunkte. Sie können anhand dieser Anlässe bestimmte Geschichten erzählen oder über etwas berichten. Haben Sie einen Termin an der Hand, geht es nur noch darum zu überlegen, wie Sie das Thema umsetzen.

Mögliche Anlässe sind:

Ereignisse

Das kann vom Messetermin über eine geplante Online-Veranstaltung bis zum Produktlaunch reichen. In jedem Unternehmen finden sich solche Termine im Kalender, oft auch bei Selbstständigen.

Aktionstage

Hier gilt: Wählen Sie gezielt aus. Ich persönlich finde kommerzielle Aktionstage wie den Jahrestag des Schaumbades überstrapaziert, denn es gibt einfach zu viele von ihnen. Gerade im sozialen und gesellschaftlichen Bereich ermöglichen sie es aber, wichtige Anliegen stärker in den Vordergrund zu rücken. Zum Beispiel für Menschen mit bestimmten Erkrankungen. Auch Gedenktage an historische Ereignisse sehe ich in dieser Kategorie.

Jahrestage

In den Lokalteilen von Zeitungen waren Firmen- und Mitarbeiterjubiläen früher einmal gang und gäbe. Heute werden sie oft aussortiert – zu Recht, denn das Interesse der breiten Öffentlichkeit dürfte gering sein. Dennoch können Jahrestage interessant für die eigene Zielgruppe sein, wenn sie ein Anlass zur Kommunikation sind. Ein Selbstständiger könnte beispielsweise auf Instagram an seinen Gründungstag erinnern und schreiben, was er seit Beginn gelernt oder erreicht hat. Das 150. Firmenjubiläum bietet eine gute Gelegenheit, um einmal tiefer in die Firmengeschichte einzutauchen und sie mit Archivmaterial gut aufzubereiten. Jahrestage also ja, aber gehen Sie kreativ damit um!

Wiederkehrende Ereignisse im Kalender

Damit meine ich Feste wie Weihnachten und Ostern, den Beginn der Sommerferien etc. Je nachdem, in welchem Bereich Sie tätig sind, sind solche Ereignisse sehr wichtig. Insbesondere, wenn Sie Produkte oder eine Dienstleistung anbieten, die sich zu diesen Zeiten im Jahr besonders gut verkaufen. Überlegen Sie sich ausgehend von diesen Ereignissen konkrete Themen.

Neueste Zahlen aus dem Unternehmen oder der Branche

Statistiken sind ein wunderbarer Anlass, um darüber zu berichten. Alternativ könnten Sie beispielsweise selbst eine Umfrage durchführen oder in Auftrag geben.

Neue Entwicklungen innerhalb der Branche

Manchmal berühren beispielsweise politische Entscheidungen die eigene Branche oder die eigene Tätigkeit. Das kann für Sie ein gegebener Anlass sein, Stellung zu beziehen und Ihre Position nach außen zu tragen. Generell können Sie auch andere Neuheiten aus der Branche nutzen, um zu zeigen, welche Auswirkungen – positiver wie negativer Art – diese auf Sie oder Ihre Zielgruppe haben. Und dann gibt es natürlich auch noch aktuelle Änderungen oder auch Trendthemen, die Ihre Kundschaft betreffen und interessieren kann.

Was die Branche bewegt – ein Blick in die Medienlandschaft

Je nach Zielgruppe lohnt ein Blick in Branchenmagazine, um sich inspirieren zu lassen. Worüber berichten sie? Was ist gerade aktuell? Diese Themen könnten auch ein geeigneter Aufhänger für Ihren Content sein.

Tipp #2: Machen Sie sich selbst zum Thema

Wenn Sie sich selbst zum Thema machen und einen Blick ins „Innere“ Ihres Unternehmens oder Ihrer selbstständigen Tätigkeit erlauben, werden Sie nahbarer. Zeigen Sie beispielsweise,

  • wie Kund:innen mit Ihnen zusammenarbeiten können
  • wer bei Ihnen arbeitet
  • woran Sie aktuell arbeiten
  • wie Ihr Arbeitsalltag gestaltet ist
  • wie Ihre Arbeitsumgebung aussieht
  • wie Sie Kundenprojekte erfolgreich umsetzen
  • wie Sie ein neues Angebot oder ein neues Produkt entwickeln oder herstellen.

Tipp #3: Lassen Sie sich inspirieren

Was unternehme ich, wenn es mir an Themenideen fehlt? Ich wühle mich durch Zeitungen, Zeitschriften und Online-Publikationen. Genau: Ich schaue, was die anderen machen. Und das ist nicht verwerflich. Schließlich geht es um Inspiration, nicht ums Kopieren. Nur weil jemand anderes ein Thema bereits aufgegriffen hat, heißt es nicht, dass Sie es nicht mehr anfassen dürfen. Schauen Sie sich andere Publikationen unter dem Gesichtspunkt an, was Ihnen daran zusagt und was nicht. Welche Inhalte werden aufgegriffen, was wird vernachlässigt? Und dann machen Sie es einfach anders und besser! Oder Sie setzen das Thema in einem anderen Format (zum Beispiel Interview statt Ratgebertext) um.

Schauen Sie nicht nur, was Ihr direkter Mitbewerb macht, sondern auch, was in verwandten Branchen auf diesem Feld passiert. Übertragen Sie dies auf Ihre eigene Kommunikation. Setzen Sie die Themen auf andere Weise um.

Sie können punktuell nach Inspiration suchen oder eine Methodik aufbauen, mit der Sie regelmäßig Inspiration finden. Abonnieren Sie beispielsweise Newsletter anderer Anbieter:innen oder von (Fach-)Medien. Nutzen Sie den RSS-Feed von Blogs, die Sie mögen. Speichern Sie interessante Artikel in Notizen-Apps wie Evernote oder Pocket, wenn sie Ihnen begegnen. Instagram und Facebook verfügen ebenfalls über Speicherfunktionen. Idealerweise sammeln Sie alles an einem Ort.

Tipp #4: Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Kundschaft

Im Content Marketing spielt nutzwertiger Inhalt eine zentrale Rolle. Stellen Sie sich die Frage, über welches Wissen Sie verfügen, das für Ihre Zielgruppe interessant ist und einen konkreten Nutzen bringt. Vielleicht sagen Sie nun: „Ich weiß nicht so ganz genau, was meine Zielgruppe eigentlich interessiert.“ Dann haben Sie diese Möglichkeiten:

  • Sie befragen Interessent:innen und / oder Kund:innen. Sie können beispielsweise eine Online-Umfrage erstellen und den Link über Ihren Newsletter versenden. Sie können die Frage-Funktion in den Instagram-Storys verwenden oder generell in einem Social-Media-Post nach Feedback fragen.
  • Sie testen es aus. Sie probieren verschiedene Themenrichtungen aus und schauen, wie die Resonanz ist.
  • Sie schauen dort nach, wo sich Ihre Zielgruppe aufhält. Welche Fragen stellen Menschen, die Sie erreichen wollen? Nutzen Sie beispielsweise Google und seine Funktion „ähnliche Fragen“. Oder das Tool „Answer the public“. Werden Sie Mitglied in Facebook-Gruppen, in denen sich Ihre Zielgruppe austauscht.

Content-Ideen lassen sich mit Tools wie Answer the Public finden, wie der folgende Screenshot zeigt. In diesem Beispiel sehen Sie, welche Fragen User rund um den Suchbegriff „Steuererkärung“ stellen.

Content-Ideen finden via Answer the Public: Das Tool zeigt an, welche Fragen Internetnutzer zu einem bestimmten Begriff, hier "Steuererklärung" eingeben.

Tipp #5: Kommen Sie vom „großen Ganzen“ zum Kleinen

Bei der Suche nach neuen Content-Ideen ist es hilfreich, sich auf drei bis fünf übergeordnete Themenbereiche zu beschränken. In meinem Blogbeitrag zur Content-Planung habe ich dies etwas näher beschrieben. Mit diesen vorab definierten Oberbegriffen fällt es Ihnen sehr viel leichter, einzelne Themen zu generieren, die zu Ihrer Content-Strategie passen. Fangen Sie beim Oberbegriff an und deklinieren Sie das Thema immer weiter hinunter.

Verdeutlichen wir es an einem Beispiel: Sie sind Architekt vorwiegend für Einfamilienhäuser. Ein übergeordneter Themenbereich ist die Hausplanung. Darunter siedeln Sie folgende Unterthemen an: Grundriss und Größe, das passende Heizungssystem, das 1×1 der Dämmung, … Zu jedem dieser Unterthemen können Sie nun einen eher weitgefassten Beitrag schreiben. Beispiel: Wie Sie das passende Heizungssystem für Ihren Neubau finden. Und im nächsten Schritt gehen Sie nochmals in die Tiefe. Dann stellen Sie in einem Beitrag die Vor- und Nachteile der Wärmepumpe vor, im nächsten Hybridheizungen etc.

Tipp #6: Denken Sie in Formaten!

Auch wenn es in diesem ersten Schritt der Content-Planung eigentlich noch nicht um Formate geht, kann es dennoch interessant sein, schon zu Beginn in Formaten zu denken.

Wenn Sie schon seit dem Start Ratgeber-Beiträge als Fließtexte in Ihrem Blog veröffentlichen, wäre es eine Abwechslung, hin und wieder ein Interview zu bringen. Hier könnten Sie überlegen: Mit wem lohnt es sich, ein Interview zu einem bestimmten Thema zu führen?

Zweites Beispiel: In Ihrer Mitarbeiterzeitung wollen Sie künftig jeden Monat ein Teammitglied vorstellen, das sich sozial engagiert. Mit diesem Format an der Hand gehen Sie dann auf die Suche nach Protagonistinnen und Protagonisten. Oder Sie teilen auf Instagram an einem bestimmten Wochentag immer einen Hack, einen besonderen Tipp, Ihr Lieblingsprodukt der Woche, …

Tipp #7: Finden Sie Content-Ideen zu Themen, die bereits gut funktionieren

Die Analyse Ihres bestehenden Contents ist sehr hilfreich um zu schauen, was gut funktioniert und was nicht. Denken Sie in dem jeweiligen Themenbereich weiter, gehen Sie noch mehr ins Detail oder holen Sie weiter aus. Oder schaffen Sie Content in einem neuen Format. Ein LinkedIn-Post kam gut an? Dann entwickeln Sie das Thema für Ihren Blog weiter.

Tipp #8: Befragen Sie Ihren Kundenservice oder Vertrieb

Es gibt Fragen, die Personen aus Ihrer Kundschaft immer wieder stellen. Vielleicht landen diese Fragen bei Ihnen, vielleicht aber auch bei Ihren Mitarbeitenden, die im Kundenkontakt stehen. Dies zeigt, dass es offensichtlich an einer bestimmten Stelle an Informationen mangelt. Nutzen Sie die Gelegenheit und beantworten Sie diese Fragen für alle – sei es in einem FAQ, in einem Blogbeitrag oder auf Social Media.

Tipp #9: Analysieren Sie, wonach Menschen im Internet suchen

SEO-Tools geben Aufschluss darüber, wie häufig bestimmte Begriffe pro Monat in Suchmaschinen eingegeben werden. Das nennt man auch Suchvolumen. Natürlich benötigen Sie schon eine grobe Idee oder Richtung, was das (übergeordnete) Thema sein könnte. Von diesem Punkt aus recherchieren Sie weiter.

Ein Beispiel: Sie sind Steuerberaterin und Ihre Zielgruppe sind Angestellte, die Sie für die Erstellung der Einkommenssteuererklärung beauftragen. Wenn Sie „Einkommenssteuererklärung“ in ein Keyword-Analyse-Tool wie Ubersuggest eingeben, finden Sie nicht nur das Suchvolumen für diesen Schlüsselbegriff, sondern auch gesuchte Wort-Kombinationen, also Einkommenssteuererklärung kombiniert mit Frist, Formulare, rückwirkend, Elster, Student, Kontoführungsgebühren, Minijob, Unterlagen etc. Sie sehen also, bei welchen Fragen Ihre Zielgruppe einen Informationsbedarf hat und können so Content-Ideen finden.

Weitere Erkenntnisse aus der SEO-Analyse gewinnen

Für welche Suchbegriffe rankt Ihr Mitbewerber? Auch die Antwort auf diese Frage kann Ihnen Hinweise darauf geben, welche Themen für Ihre (gemeinsame) Zielgruppe interessant sind. Mithilfe von SEO-Tools lässt sich dies herausfinden.

In meinem Blogbeitrag „So gehen Sie Ihre Content-Planung strategisch an“ erfahren Sie, welcher Schritt auf die Themensammlung folgt.

Sie wollen gemeinsam brainstormen?

Sind Sie auf der Suche nach einer Sparringspartnerin, die mit Ihnen gemeinsam Ideen entwickelt und Ihren Redaktionsplan für die nächsten Wochen oder Monate mit Ihnen füllt? Oder möchten Sie diese Aufgabe komplett auslagern? Gerne unterstütze ich Sie. Lassen Sie uns einfach in einem kostenlosen Erstgespräch über Ihr Vorhaben sprechen.


Kerstin Smirr, freie Journalistin und Texterin aus dem Nürnberger Land

Hallo, mein Name ist Kerstin Smirr.

Als freie Texterin unterstütze ich Unternehmen und Selbstständige in Content Marketing und PR. Für meine Kund:innen verfasse ich insbesondere Website-Texte, Blogbeiträge, Pressemitteilungen und Artikel für Kundenmagazine. In meinem eigenen Blog gebe ich mein Wissen rund um die Content-Planung und das Schreiben weiter.