Copywriting für Website-Texte

9 Fehler, die Sie beim Schreiben Ihrer Website-Texte vermeiden sollten

Ihre Website hilft Ihnen dabei, aus Interessierten treue Kundinnen und Kunden zu machen. Wenn Sie es richtig angehen. Bekommen Sie kaum Anfragen über Ihre Website? Ich zeige Ihnen, welche Fehler Sie in den Texten für Ihre Website vermeiden sollten.


Website-Besucher:innen verstehen nicht auf Anhieb, was Sie anbieten

„Ich helfe Frauen, ihr inneres Gleichgewicht nach einer Trennung wiederzufinden.“ So kann ein sogenannter Elevator Pitch aufgebaut sein. Also jener Einleitungssatz, in dem Sie sich Ihren Website-Besucher:innen kurz und knapp vorstellen. Gerade bei Coaches sehe ich es immer wieder, dass nicht klar wird, aus was die Dienstleistung eigentlich besteht. Die Zielgruppe und ihr Ziel direkt anzusprechen, ist hilfreich. Wenn die Angesprochenen aber nicht sofort beim Besuch der Startseite verstehen, was sie beim Anbieter oder der Anbieterin konkret erhalten, zum Beispiel ein Einzelcoaching oder einen Kurs, klicken sie wahrscheinlich gleich wieder weg.


Der Fokus liegt zu 90 Prozent auf Visuellem

Insbesondere bei kreativen Dienstleistenden, von der Fotografin bis zum Architekten, fällt mir immer wieder dieser Fehler aus: Viele tendieren dazu, ihre Arbeitsreferenzen in den Vordergrund zu stellen. User:innen werden praktisch „erschlagen“ von einer wahren Bilderflut. Die Ansichten geben sicherlich wichtige Hinweise zur Kompetenz. Sie erzählen aber beispielsweise nichts darüber, wie die Zusammenarbeit abläuft und wer die Person ist, die die kreative Dienstleistung anbietet. Dafür sind gute Texte notwendig.


Ihre Website konzentriert sich rein auf Text

Es ist das genaue Gegenteil zum vorherigen Punkt. Bei einer Zeitung nennen wir es Bleiwüste: Seiten, die ohne Bilder auskommen (müssen). Fotos lockern eine Website nicht nur auf. Sie vermitteln im Idealfall eine gewisse Wertigkeit und Professionalität, die sich auf die angebotene Dienstleistung übertragen. Sie präsentieren nicht nur Persönlichkeit. Bilder visualisieren auch, worin eine Dienstleistung besteht. Schließlich sind diese Leistungen oftmals nicht so greifbar wie ein Produkt.


Sie sprechen Fachchinesisch

Stellen Sie sich vor: Ein Physiotherapeut bietet das Faszien-Distorsions-Modell in der Schmerztherapie an. Wer sich dafür interessiert und genau danach sucht, wird sicherlich einen guten Grund haben, ihn zu kontaktieren. Doch könnte er seine Fähigkeiten nicht auch bei Patientinnen und Patienten anwenden, die von diesem Modell noch nie gehört haben? Mein Tipp: Wenn Sie Fachbegriffe verwenden, dann erläutern Sie sie und betonen Sie den Nutzen für Ihre Kundschaft. Dies gilt insbesondere für jene Berufsgruppen, deren Leistungen erklärungsbedürftig sind.


Sie schreiben zu verklausuliert

Zu viele Substantive auf -heit, -keit und -ung, Füllwörter ohne Ende und Passiv-Konstruktionen statt aktiver Schreibweise: Damit bläst man Texte (und nicht nur die einer Website) unnötig auf und macht es Lesenden schwer. Bleiben wir beim Beispiel des Physiotherapeuten. Er sollte nicht schreiben: „Durch die Krankengymnastik wird ein Muskelaufbau und eine Schmerzreduktion erzielt.“ Besser klingt: „Wir zeigen Ihnen jene Übungen, die Ihre Muskulatur gezielt stärken. So können Sie dauerhaft Ihre Schmerzen reduzieren.“ Sprechen Sie Ihre Website-Besucher:innen direkt an und zeigen Sie Lösungen für ihre Probleme auf.


Sie verwenden Allgemeinplätze

Sie sind kompetent, verlässlich und kundenorientiert? Sind wir das nicht alle? Lösen Sie sich von austauschbaren Versprechungen. Es wirkt glaubhafter, wenn Sie Ihre Kompetenz belegen, zum Beispiel anhand von Kundenstimmen und / oder Arbeitsreferenzen.


Sie sprechen nur von sich selbst

Auf Ihrer Website möchten Sie zeigen, was Sie zu bieten haben. Daher scheint es fast unausweichlich, die eigenen Kompetenzen und Vorzüge in den Vordergrund zu stellen. Auf diese Weise sprechen Sie Interessentierte aber nicht konkret genug an. Ihr Text wirkt dadurch möglicherweise egozentrisch. Stellen Sie stattdessen die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe in den Mittelpunkt. Überlegen Sie dazu vor dem Schreiben, welche „Nöte“ Ihre Zielgruppe hat und welche Lösungen sie erwartet. Ändern Sie die Perspektive – weg von „Ich biete …“ hin zu „Sie erhalten…“.


Ihre Über-mich-Seite gleicht einem Lebenslauf

Zugegeben, es ist die einfachste Lösung, die Stationen aus dem eigenen Lebenslauf herunterzubeten. Gerade als Selbstständige:r stehen aber Sie als Persönlichkeit im Vordergrund. Überlegen Sie: Was zeichnet Sie aus? Welche Mission, welche Vision haben Sie? Wem helfen Sie wobei?

Sprechen Sie über Ihre Kenntnisse, aber zählen Sie nicht alle Weiterbildungen auf, die Sie in Ihrem Berufsleben absolviert haben, außer Sie sind für die Ausübung Ihrer Tätigkeit grundlegend. Und zeigen Sie vor allem, wie Kund:innen von diesem Gesamtpaket profitieren. Denken Sie auch daran, dass User:innen zum Beispiel von einer Suchmaschine aus direkt auf Ihrer Über-mich-Seite landen können. Aus diesem Grund können Sie dort durchaus auch auf Ihr Angebot eingehen.


User:innen wissen nicht, was der nächste Schritt ist

Kein Kontaktformular oder eine E-Mail-Adresse, die User:innen im Impressum suchen müssen: Das habe ich alles schon gesehen. Machen Sie es Interessentierten so einfach wie möglich, den nächsten Schritt zu gehen. Laden Sie sie beispielsweise zu einem unverbindlichen Kennenlerngespräch ein. Es wirkt nicht aufdringlich, zum Beispiel am Ende der Startseite und jeder Unterseite konkret dazu aufzufordern, Sie zu kontaktieren.


Holen Sie sich individuelles Feedback zu Ihrem Website-Text ein!

Manchmal reichen Tipps wie in diesem Blogbeitrag nicht aus und es braucht gezielte Unterstützung. Sie wissen nicht genau, an welchen Stellschrauben Sie drehen können, um Ihre Website-Texte weiter zu optimieren? Gerne gebe ich Ihnen ein individuelles Feedback.


Kerstin Smirr, freie Journalistin und Texterin aus dem Nürnberger Land

Hallo, mein Name ist Kerstin Smirr.

Als freie Texterin unterstütze ich Unternehmen und Selbstständige in Content Marketing und PR. Für meine Kund:innen verfasse ich insbesondere Website-Texte, Blogbeiträge, Pressemitteilungen und Artikel für Kundenmagazine. In meinem eigenen Blog gebe ich mein Wissen rund um die Content-Planung und das Schreiben weiter.